Bremsweg ≠ Anhalteweg
Verkehrssicherheitstraining mit dem ADAC
Wie schwierig ist es, den Bremsweg eines Autos abzuschätzen? Das haben die Fünftklässer und Fünftklässlerinnen der Kastulus-Realschule Moosburg beim Verkehrsunterricht "Hallo Auto!" des ADAC Südbayern erlebt.
Am eigenen Körper erfuhren sie zunächst, dass es nicht so leicht ist, aus vollem Lauf einfach stehen zu bleiben. Noch länger aber dauerte es, wenn sie auf ein Zeichen hin ihren Lauf komplett abbremsen sollten. Den Schülern und Schülerinnen wurde schnell klar, dass der Bremsweg nicht gleich der Anhalteweg ist.
Vielmehr ergibt sich die Formel: "Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg". Bevor Frau Reithmeier und Frau Brün vom ADAC mit ihrem Vorführwagen demonstrierten, wie lang der Bremsweg bei einem Auto mit 50 km/h ist, mussten die Kinder ihre Schätzung mit Pylonen markieren. Das Ergebnis war ernüchternd: Viele Schüler und Schülerinnen wären überfahren worden. Anschließend bewässerte die Moosburger Feuerwehr die Fahrbahn, um auch eine Gefahrenbremsung bei nassem Untergrund realitätsnah zu demonstrieren. In der nächsten Sequenz zeigten die Moderatorinnen das Gefahrenpotenzial digitaler Medien im Straßenverkehr auf.
Die Kinder erlebten am eigenen Körper, dass sie bei visueller und auditiver Ablenkung durch Benutzung eines Smartphones Gefahren im Straßenverkehr erst viel später wahrnehmen als ihre nicht abgelenkten Mitschüler. Dies gilt nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer.

Im letzten Teil von "Hallo Auto!" erhielten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, als Beifahrer die Situation einer Notbremsung bei 30 km/h zu erleben. Sie durften angegurtet auf dem Beifahrersitz auf Kommando mit einem Zweitpedal selbst bremsen.

Auf die Sicherheit im Auto, vor allem das Anlegen des Gurtes, wurde hierbei nochmals ein Auge geworfen. Kinder ab einer Größe von 1,50 Meter oder älter als 12 Jahre brauchen keine Kindersitze mehr. Für sie gilt ebenso wie für Erwachsene die Sicherheitspflicht mit dem Gurt. Zum Schluss erhielten alle Fünftklässler und Fünftklässlerinnen eine Teilnahmebestätigung in Form einer Urkunde sowie ein großes Plakat für ihr Klassenzimmer.